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BZ-Ferienaktion fand großen Zuspruch

Am 29. August 2023 war die Badische Zeitung mit 35 Teilnehmer*innen ihrer Ferienaktion auf dem Gelände der Gaskugel. Jonas Schmidinger von Badenova/bnNetze informierte über die Geschichte und die frühere Nutzung des Kugelgasbehälters: Die Gaskugel wurde 1964 als Notspeicher erbaut und konnte seinerzeit die Stadt ein bis zwei Tage mit Gas versorgen, heute würde das Gas nur noch für 10 bis 15 Minuten reichen. Der Behälter wurde 2019 stillgelegt und wird wegen seiner begrenzten Kapazität auch in Zeiten eines etwaigen Gasmangels nicht mehr benötigt. Die Ferngasleitung, die aus dem Norden hierher führt und weiter Richtung Süden verläuft, ist aber nach wie vor in Betrieb und die bisherige Verteilerstation wird gegenwärtig erneuert. Inwieweit das Gasleitungssystem in der Zukunft im Zusammenhang mit Wasserstoff genutzt werden könne, sei gerade in der Branche ein großes Thema und werde sich im Laufe der nächsten Wochen und Monate klären.


Eine nette Geste war, dass Jonas Schmidinger auch ein wenig Werbung für das Buch "Freiburger Gasgeschichte(n)" machte, das er – mit bunten Lesezeichen ausgestattet – dabei hatte und das vom AK Gaskugel herausgegeben worden war. Das Publikum erwies sich als ausgesprochen interessiert und löcherte die Vortragenden mit Fragen, etwa, ob nicht gegen den Rost vorgegangen werden müsse, was der Unterhalt des stillgelegten Behälters koste und ob es nicht ein Interesse der Badenova an einer sinnvollen neuen Nutzung gäbe. Hier musste Jonas Schmidinger die Antworten schuldig bleiben, die Badenova sei eben ein Wirtschaftsbetrieb und man habe die Gaskugel abreißen wollen, auch, um das Grundstück neu nutzen zu können.


Der nach der Stilllegung verliehene Denkmalschutz konnte den Abriss verhindern, führte Heike Piehler aus, und verpflichte den Eigentümer zum Erhalt des Bauwerks. Der Gesetzgeber habe aber eine Hintertür offen gelassen, die rege genutzt werde, denn wenn der Erhalt unwirtschaftlich sei, wäre auch der Abriss möglich. Selbstredend, dass das Herz des Publikums für die neue Nutzung des Kugelbaus und des Grundstücks schlug. Sven Hinz, Phonetiklehrer und Mitglied im Think Tank DIE KUGEL, vermochte es, den Zuhörer*innen die Echo-Klangwelt, die im Inneren herrscht, bildhaft zu vermitteln. Er war selbst schon im Kugelinneren, dort gebe es eine Art Paralleluniversum, das man erleben müsse, es sei wie in einem Rausch. Den Bauch der Kugel zugänglich zu machen, ist ein zentrales Anliegen des AK Gaskugel. Teuer sei letztlich nicht das Kulturprojekt, erläuterte Heike Piehler auf Nachfrage, sondern der Erhalt des Denkmals, mit seinen riesigen Flächen, die auch von innen lackiert werden müssen.


Link zum BZ-Artikel: Hohlraum voller Geschichten, vom 30.08.2023


Bild: Dr. Heike Piehler stellt das neue Nutzungskonzept vor. Foto: © BZ / Rita Eggstein




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